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Haustypen

Der Bungalow

Der Bungalow ist das Haus fürs ganze Leben — alles auf einer Ebene, keine Treppe, kein Stockwerk, über das man erst nachdenken muss, wenn die Knie älter werden. Wohnen, Schlafen, Kochen, Bad: alles auf einem Stockwerk, kurze Wege, jeder Raum mit direktem Draht zum Garten. Und weil kein Obergeschoss getragen werden muss, sind offene, lichtdurchflutete Grundrisse möglich, wie sie kein anderer Haustyp so leicht hergibt.

Für wen es gemacht ist

Für Paare, deren Kinder aus dem Haus sind und die noch einmal richtig bauen wollen — das „letzte Haus", in dem man auch mit achtzig noch selbstständig lebt. Für alle ab Mitte fünfzig, die heute fit sind und trotzdem vorausdenken: Können wir in zwanzig Jahren noch Treppen steigen? Der Bungalow beantwortet die Frage, bevor sie sich stellt. Und für alle, die den Komfort einer Ebene einfach schön finden — auch junge Familien, bei denen keine Treppe da ist, von der ein Kind fallen kann.

Wichtig ist vor allem das Grundstück. Weil die ganze Wohnfläche nebeneinander liegt statt gestapelt, braucht der Bungalow mehr Grund als ein zweigeschossiges Haus — als grobe Hausnummer 500 bis 700 Quadratmeter, damit noch Garten und Zufahrt bleiben. Am besten möglichst eben: Ein flaches Grundstück macht den schwellenlosen, ebenerdigen Zugang, der den Bungalow ausmacht, von ganz allein leicht.

Was einen guten Bungalow ausmacht

Der Bungalow hat einen großen Vorteil, den man leicht verschenkt: Er ist von Natur aus fast barrierefrei — aber nur, wenn man das von Anfang an mitbaut. Und genau da machen viele denselben Fehler. Beim Einzug ist man topfit, also spart man sich die breiten Türen, lässt die Wanne statt der bodengleichen Dusche einbauen, nimmt die kleine Stufe an der Terrassentür in Kauf. Zwanzig Jahre später ist genau das im Weg — und im fertigen Haus lässt es sich kaum noch oder nur teuer ändern.

Dabei kostet es beim Neubau fast nichts, es gleich richtig zu machen. Türen mit neunzig Zentimetern, auch innen. Schwellenlose Übergänge, drinnen wie an Haus- und Terrassentür. Eine bodengleiche Dusche statt einer Wanne. Flure, die breit genug sind, dass man auch mal mit Rollator oder Rollstuhl durchkommt. Und die Wände im Bad so vorbereiten, dass man später Haltegriffe anschrauben kann, ohne aufzustemmen. Das sind ein paar tausend Euro beim Bau — und ein Vielfaches, wenn man es nachrüsten muss. Wer den Bungalow baut, um im Alter darin zu bleiben, sollte diesen einen Punkt nicht wegsparen. Es ist der ganze Sinn des Hauses.

Und dann noch ein Gedanke, an den beim Bungalow kaum jemand denkt: Alle Fenster und Terrassentüren liegen im Erdgeschoss — beim Bungalow ist also das ganze Haus ebenerdig erreichbar. Ein bisschen Vorsorge lohnt sich, einbruchhemmende Fenster und Türen, vielleicht ein Bewegungsmelder am Eingang. Das gibt ein gutes Gefühl, gerade wenn man ebenerdig und offen zum Garten wohnt.

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