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Haustypen

Die Doppelhaushälfte

Die Doppelhaushälfte ist das eigene Haus für alle, die nicht am Stadtrand oder auf dem Dorf bauen wollen — sondern dort, wo Bauland knapp und teuer ist. Der Trick ist einfach: Auf der Seite, wo Ihre Hälfte an die des Nachbarn grenzt, fällt der Grenzabstand weg. Dadurch reicht ein deutlich kleineres Grundstück als beim freistehenden Haus, und genau da sparen Sie das Geld, das anderswo im Boden versickert. Sie bekommen ein richtiges Haus mit Garten, nur eben cleverer aufs Grundstück gesetzt.

Für wen es gemacht ist

Für Familien, die ein eigenes Haus dem Wohnungskauf vorziehen, aber beim Grundstück realistisch bleiben müssen. Für Eltern und erwachsene Kinder, die nah beieinander wohnen wollen, ohne sich auf der Pelle zu sitzen — die eine Hälfte hier, die andere dort. Und für alle, die eine Hälfte selbst bewohnen und die andere vermieten wollen; gefördert wird beides.

Gegenüber dem Reihenhaus haben Sie einen echten Vorteil: nur einen direkten Nachbarn statt zwei, drei freie Seiten für Fenster und Licht, und dadurch hellere, großzügigere Räume. In der Stadt wird die Doppelhaushälfte oft über zwei oder drei Etagen gebaut — so holen Sie viel Wohnfläche aus wenig Grundfläche.

Was eine gute Doppelhaushälfte ausmacht

Beim Doppelhaus entscheidet sich fast alles an einer einzigen Stelle: der Wand zum Nachbarn. Das ist der Punkt, an dem sich ein gut gebautes Haus von einem ärgerlichen unterscheidet — und leider auch der Punkt, an dem am ehesten gepfuscht wird, weil man es hinterher nicht mehr sieht.

Eine richtig gebaute Trennwand ist zweischalig: zwei getrennte Wände mit einer durchgehenden Fuge dazwischen, gefüllt mit Mineralwolle, vom Fundament bis unters Dach. Diese Fuge darf an keiner Stelle überbrückt werden — kein Mörtelrest, der reinfällt, keine durchbetonierte Bodenplatte, keine Treppe, die an der Trennwand befestigt wird. Jede dieser kleinen Brücken trägt später den Schall direkt rüber, und Sie hören den Staubsauger oder die Schritte auf der Treppe von nebenan. Ist die Fuge einmal falsch gebaut, bekommt man das kaum noch raus — deshalb entscheidet sich hier alles beim Rohbau, nicht später.

Das Gute ist: Wer das weiß, plant richtig. An die Trennwand gehören die Räume, bei denen Geräusche egal sind — Bad, Hauswirtschaftsraum, Treppe, Abstellkammer. Schlaf- und Kinderzimmer legt man auf die andere Seite. Und wenn Sie Wert auf Ruhe legen, lassen Sie sich erhöhten Schallschutz in den Vertrag schreiben, nicht nur das gesetzliche Minimum — das ist ein Satz im Vertrag und ein spürbarer Unterschied im Alltag.

Ein Rat noch, der Ihnen viel Ärger erspart: Wenn irgend möglich, bauen Sie beide Hälften gleichzeitig mit Ihrem Baupartner. Dann läuft die Trennfuge sauber durch, Sie teilen sich Baustelle und Kran, und Sie haben nicht Jahre später eine zweite Baustelle direkt an Ihrer eigenen Wand. Und klären Sie vorher gemeinsam ab, was zusammenpassen muss — Fassade, Dachform, Farbe. Zwei Hälften, ein Haus: Das wird am schönsten, wenn beide Seiten von Anfang an an einem Strang ziehen.

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